Pick-up-Theater

Spa und Ernst - Arbeit und Spiel

Wirtschaft und Gesellschaft

Im Wirtschaftsleben und im Leben der Menschen untereinander gibt es zahlreiche Spielregeln. Die meisten sind Gesetze. Wer gegen sie verstt, wird bestraft. Die wohl wichtigsten Gesetze sind die Grundrechte, in denen festgelegt ist, dass niemand wrdelos behandelt oder verletzt werden oder wegen seiner Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Religion und was sonst noch unerheblich ist, benachteiligt werden darf. Neu ist, dass im vereinten Europa niemand wegen seines Alters benachteiligt werden darf. Man darf seine Meinung frei uern und alle sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln.

Das Wichtigste in der Wirtschaft ist wohl, dass niemand gezwungen werden darf, etwas zu kaufen oder zu verkaufen, dass beim Kauf ein Preis ausgemacht werden muss und zu regeln ist, wie die Ware oder Dienstleistung erbracht wird. Im Supermarkt geht das einfach. Da steht der Preis auf der Packung oder am Regal. Davon geht die Kassiererin nicht herunter. Wenn Du bezahlt hast, gehren Wurst und Kse Dir.

An der Brse werden Aktien und andere Wertpapiere gehandelt. Aktien sind Anteilscheine an einer Aktiengesellschaft oder kurz AG, wie auf manchen Fabriktoren zu lesen ist. Der Gewinn aus der Fabrikarbeit wird je nach Anteil auf die Inhaber der Aktien verteilt. Das macht den Kauf von Aktien berhaupt erst interessant. Auch an der Brse gibt es Spielregeln. Wer Geld anlegen will, sagt an, wie viel er fr welche Aktien ausgeben wrde. Wer Aktien verkaufen will, sagt an, um welchen Preis er sie verkaufen wrde. Man kann auch sagen bestens oder nicht unter einem bestimmten Betrag. Dann wird der Preis errechnet, bei dem die meisten Aktien einer Firma den Besitzer wechseln. Das ist der Brsenkurs, und nun wird gekauft und verkauft.

Manche Anleger spekulieren mit steigenden oder fallenden Kursen und freuen sich, wenn sie Aktien teurer verkaufen knnen als um den Preis, den sie vielleicht erst vor ein paar Tagen dafr bezahlt haben. Aber ist das noch Spiel?

Die Spieltheorie sagt, das sei ein Nullsummenspiel, weil die Gewinne der einen die Verluste der anderen ausgleichen. Das stimmt nicht ganz. Denn die Brsenmakler und Banken, die fr sich und ihre Kundschaft die Geschfte an der Brse erledigen, verdienen an jedem Kauf und Verkauf von Aktien. Fr sie ist es auf jeden Fall Arbeit. Und Aktien von Firmen kaufen, die bald darauf pleite gehen, kann die eigene Existenz bedrohen. Auch kein Spiel!

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