Pick-up-Theater

Alles drauen - Kinderspiele aus Europa

Tennis (Frankreich)

Begonnen hat das Tennis um das Jahr 1100 als klsterliches Spiel in Frankreich sagen die Historiker und belegen dies mit der Aufteilung des heutigen Tennisplatzes.: Sie erkennen darin den Grundri des Kreuzganges mittelalterlicher Klster. Damals verwendete man einen Leinenstoffball, der mit der flachen Hand geschlagen wurde. Spter schtzte man die noch sehr strapazierte Hand mit einem Handschuh oder einer Bandage aus Fell und Schnren. Schlger gab es erst ab dem 15. Jahrhundert. Aus dieser Zeit soll auch der Name des Spieles stammen. Tennez la balle! (deutsch: Halten Sie den Ball) musste damals der Aufschlger seinem Gegenspieler zurufen, bevor er aufschlug. Das heute bekannte Rasen- oder Lawn-Tennis ist kaum mehr als 100 Jahre alt. 1874 stellte der englische Major Walter Clopton Wingfield erstmals feste Regeln dafr auf. 1877 wurden die ersten Lawn-Tennismeisterschaften von England in Wimbledon ausgetragen. Der damalige Oberschiedsrichter Henry Jones wandelte die Spielregeln von Major Wingfield etwas ab, fhrte ein neues Zhlsystem ein und legte erstmals fest, dass die Spieler nach jedem Satz die Seiten wechseln und drei Gewinnstze fr den Sieg erforderlich sind. Mit einigen nderungen gelten die Tennisregeln von Mr. Jones bis heute. Der Platz ist beim Einzelspiel 8,23m, beim Doppelspie 10,97m breit und jeweils 23,77m lang. Gespielt wird auf einer Rasenflche, einer Spielflche mit Asphalt-, Holz- oder Zementdecke oder einer Spielflche aus Kunststoff, Ziegelmehl oder Teppich. Der Platz wird mit weien Linien markiert, die zum Spielfeld gehren. Es wird durch ein Netz geteilt, dessen Oberkante in der Feldmitte 91 und an den Seiten 106 cm ber dem Boden liegt.

Ziel des Spieles ist es, den Ball so ber das Netz zu schlagen, dass er im gegnerischen Feld aufspringt und der Gegner den Ball nicht mehr zurckschlagen kann. Hat ein Spieler einen Punkt erzielt, steht das Spiel 15, beim zweiten Punkt 30, beim dritten 40, beim vierten hat er dieses Spiel gewonnen. Sieger eines Spielsatzes ist, wer mindestens sechs Spiele gewonnen hat. Er muss berdies zwei Spiele mehr als sein Gegner gewonnen haben, also 6:4 oder 7:5. Um lange Stze zu vermeiden, wird bei manchen Turnieren ein Tie-Break angewandt.