Pick-up-Theater

Das Schauspiel oder Theater

Kasperl, Hans Wurst und der Roraffe

Egal, wie lange das Mittelalter nun gedauert hat, vom Theaterspiel erfahren wir erst wieder, als eine Nonne, Hroswith von Gandersheim, dafr erbauliche, gleichwohl deftige Stcke schrieb, und die Kirchenleute erkannten, wie man damit das Volk zu frommen Menschen erziehen kann. Dafr nahmen die Kirchenleute einiges in Kauf, zum Beispiel den Roraffen, der zu Pfingsten im Straburger Mnster auf der Empore sa und ber die Wrdentrger lsterte und schimpfte. Dass es schon vorher immer Spiel und Spektakel auf Straen und Pltzen gegeben haben muss, ist erst um 1200 belegt. Man merkt es sptestens daran, dass bald sogenannte Reformer auftraten, die so beliebte Figuren wie den Kasperl, Hans Wurst und Harlekin durch das Abfassen vorgefertigter Texte in ihrem unbndigen Spiel zgeln wollten. Zugegeben, was die Narren vor der johlenden und gaffenden Menge von sich gaben, war nicht immer stubenrein, und was andererseits die Herren Goldoni und Gozzi in ihrem Reformeifer schrieben, war nicht immer langweilig. Was Molire, Shakespeare, Tirso de Molina und viele andere ihren Herrschern und Zensoren an Texten vorlegten, wird oft heute noch gespielt. Nur das Ansinnen des Herrn Gottsched, auf dem Theater der Frau Neuber den Hans Kaspar Wurst sterben und feierlich begraben zu lassen, schlug fehl. Am nchsten Tag war er wieder da.

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