Pick-up-Theater

Als die Bilder laufen lernten

Mehr als hundert Jahre Kino

Als man vor mehr als 100 Jahren um ein Foto zu belichten, nicht mehr eine Minute oder eine Sekunde brauchte, sondern nur noch zum Beispiel 1/24 Sekunde, fing man gleich Apparate zu bauen an, die bis zu 24 Bilder in der Sekunde fotografierten. Die Filmkamera war geboren. Und als die Brder Mellis damit die Arbeiterinnen filmten, wie sie die Fabrik ihres Vaters verlieen, und spter mit einem hnlichem Apparat in einem finsterem Raum dem Publikum vorfhrten, war das eine Sensation und die Geburtsstunde des Kinos.

Gleich ging man daran, kleine Theaterszenen, Sketche und Lazzi, wie man die Scherze in der italienischen Komdie, und spter Slapsticks nannte, zu verfilmen, aber auch groe Filme mit vielen Menschen, wie sie beim Turmbau zu Babel gebraucht wurden. Damit war der Film dem Theater auf einmal berlegen. Beim Film mussten die 1000 oder mehr Schauspieler, Schauspielerinnen und Statisten nur einmal bezahlt werden und nicht bei jeder Auffhrung. Im Theater htten auch hchstens 100 auf der Bhne Platz gehabt. Und drinnen ist es nie so wie drauen.

Aber das Kino hatte gegenber dem Theater zwei wichtige Nachteile: Es war stumm und nur in Schwarzwei. Gegen die Stille behalf man sich mit einem Klavier, mit dem man den Film stimmungsvoll begleitete. Die ersten Farbfilme hat man noch mit der Hand bunt bemalt unvorstellbar! 24 Bilder fr eine Sekunde. Fr eine Stunde Film hatte man also 24*60*60=86400 Bilder zu bemalen. Stellt Euch vor, jedes Bild ein Streichholz. Dafr msst Ihr Euch etwa 2000 Znderschachteln in die Hosentasche packen. Das geht nur mit 200 Hosentaschen, also mit 100 Leuten.

Groe Kunst
Hampelmann
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Dux-Kino
Zoetrop
Auf dem Jahrmarkt und im Kinderzimmer
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Die nchsten 100 Jahre Kino