Pick-up-Theater

Zufall und Spannung - Geduld - Patiencen und Solitr

Die offene Harfe

Aus zwei gut gemischten franzsischen Kartenspielen legt man zehn Karten von links nach rechts nebeneinander auf. Dann lsst man die erste Karte aus und legt neun so auf die bisher ausgelegten, dass man die Bedeutung der unten liegenden noch erkennen kann. Dann lsst man wieder eine Karte aus und legt acht Karten auf die anderen und so fort, bis man Reihen von 1-10 Karten untereinander wie eine Harfe ausgelegt hat. Die restlichen Karten bilden einen verborgenen Talon.

Ziel ist es, mit dem As beginnend alle acht Kartenfamilien der Reihe nach am besten ber dem Spielfeld aufeinander zu stapeln. Das geht nur, wenn man in die Harfe ordnend eingreift. Man darf so oft man will und kann abwrts auf eine schwarze Karte eine rote legen und umgekehrt, auf einen schwarzen Knig eine rote Dame, dann wieder einen schwarzen Buben, darauf eine rote Zehn oder auf einen roten Knig eine schwarze Dame und so weiter. Solcherart geordnete Gruppen, meinetwegen von einer schwarzen Zehn, darauf eine roten Neun und vielleicht noch eine schwarze Acht oder noch eine rote Sieben abwrts darf man als ganze verlegen, in diesem Beispiel auf einen roten Buben oder auf eine frei gewordene Kolonne. Es darf nie mehr als 10 Kolonnen geben.

Wenn man das Spielfeld nicht weiter ordnen kann, legt man unter jede Kolonne aus dem Talon eine Karte auf und nutzt damit seine Chancen, Ordnung ins Spiel zu bringen. Keine Kolonne auslassen! Das kann man ein paar mal machen. Zum Schluss lsst sich die letzte Kolonne nicht besetzen.

So einfach die Regeln, so gefinkelt die Taktik. Aus langjhriger Spielpraxis wei ich, dass erst das dritte Spiel aufgeht, weil ich erst nach und nach die Spielmglichkeiten erkenne. Ganz wichtig ist es, im Spielfeld gefangene Asse so schnell wie mglich zu befreien. Spter auch die Zweier und Dreier, die man so schnell wie mglich auf ihre Asse legt. Beim Ablegen auf die Familien auf ein ausgewogenes Schwarz-Rot-Verhltnis achten, damit man sich im Spiel keine Ordnungsmglichkeiten versaut.

Frei gewordene Kolonnen lassen sich ideal als Zwischenstation zum Ordnen der Karten nutzen. Manchmal liegen die Karten verkehrt herum. Manchmal blockiert eine Karte, lsst sich aber nach erfolgreicher Zwischendeponierung auf einer frei gewordenen Kolonne hervorragend weiterverwenden. Schauen, dass man immer eine frei bekommt. Gibt es Varianten, ob man beispielsweise einen schwarzen Buben an die eine oder die andere rote Dame anlegen soll, sollte man sich die Folgen gut berlegen. Und nun viel Glck!

Die geschlossene Harfe und - Solitr
Der Zopf
Schikans'chen