Pick-up-Theater

Rund um den Ball

Basketball Korbball Streetball

Einen Ball zielsicher in einen Korb, englisch: Basket, werfen mussten bereits die Heizer auf den Dampflokomotiven der britischen Eisenbahn knnen. Der Ball diente als Signal auf eingleisigen Strecken. Am Beginn fischte man ihn aus dem Korb und warf ihn am Ende der Strecke im Vorbeifahren in den dort bereit stehenden Korb. So war sicher gestellt, dass nur ein Zug auf der Strecke war auf dem der Heizer den Ball hatte und es keine Zusammenste gab.

Basketball mit seinen 3,03 Meter hoch an einem Brett angebrachten Krben, eigentlich so etwas wie zerschlissene Einkaufsnetze, hat sich gegenber Korbball mit frei stehenden Einkaufsnetzen in etwa 2 Meter Hhe lngst durchgesetzt. Streetball ist Basketball auf einen Korb. Weil der Asphalt der Strae Spielfeld ist und es voll im Trend liegt, wird manchmal sogar mit trendigen Inline-Skates gespielt.

Der Ball besteht aus einer mit Luft aufgepumpten Kunststoff-Blase mit kleinen Noppen, die ihn griffsicher machen. Bei Basketball muss in den gegenber liegenden Korb geworfen werden, bei Streetball in den gleichen Korb. Ein gelungener Wurf zhlt zwei Punkte, ein gelungener Strafwurf einen Punkt. Bei Streetball zhlt ein direkter Rebound, ein nochmaliges Werfen auf den Korb nach einem missglckten Wurf nur fr das angreifende Team. Das Team, das gerade den Korb verteidigt und den Ball bekommt, muss erst vom Korb weg spielen. Bei Basketball besteht ein Team aus 6, die auf dem Spielfeld sind, und 6 oder mehr auf der Reservebank, bei Streetball sind es halb so viel. Whrend einer Spielunterbrechung darf nach Belieben ausgetauscht werden.

Bei Basketball wird nach Zeit gespielt und abgestoppt. Es gilt also die reine Spielzeit. Jedes Team kann eine Auszeit, eine einzige Pause von 5 Minuten beantragen, wann es will. Bei Streetball gewinnt, wer zuerst 15 Punkte hat. Man kann auch weniger vorher vereinbaren.

Auer beim Fangen darf der Ball nur mit einer Hand berhrt werden. Die Hand kann wechseln. Beim Laufen muss er stndig auf den Boden aufgetitscht werden. Fngt man ihn danach noch einmal mit beiden Hnden, darf man nur noch einen Schritt machen, den aber so oft, wie man will, Hauptsache, der hintere Fu bleibt wo er ist. Im Gegensatz zu Korbball, wo man den Ball nach 3 Sekunden abgeben muss und auch sonst nach Handballregeln spielt, kann man bei Basketball den Ball in der Hand halten, so lang man will. Noch einmal auftitschen darf man aber nicht.

Den Gegner zu berhren ist verboten, mit den Fen zu schieen auch. Verste dagegen und Schrittfehler werden mit Freiwurf fr das gegnerische Team geahndet, vor dem eigenen Korb mit einem Strafwurf. Wird man am Wurf auf den Korb gehindert, bekommt man zwei Strafwrfe.

Freiwurf gibt es auerdem, wenn der Ball vom anderen Team aus dem Spielfeld geworfen wurde. Wer zuletzt den Ball berhrt hat, entscheidet. Bei Streetball gibt es keine Spielfeldmarkierungen. Die denkt man sich halt irgendwie.

Beim Freiwurf darf man vor der Nase der Werfenden herumkasperln, beim Strafwurf nicht. Der darf unbehelligt in lockerer Distanz zum Korb ausgefhrt werden. Die anderen stehen abwechselnd um den Strafraum herum. Bei Streetball nimmt man das nicht so genau. Es fehlen die Markierungen.

Klar ist im Vorteil, wer gro gewachsen ist. Kleinere knnen dies nur durch verbesserte Sprungkraft wett machen. Auch Titschen erfordert regelmiges ben. Am meisten Erfolg versprechen Abspielkombinationen aus der Bewegung heraus, um die anderen zu berlisten und schnell vor dem Korb zu sein. Dabei am besten so werfen, dass wer den Ball fangen soll, ihn dort bekommt, wo Flugbahn und seine Bewegung sich kreuzen. Zielgenau werfen gelingt am besten, wenn man den Ball mit der eher schwachen Hand in die Hhe hlt und mit der anderen Hand und gespreizten Fingern den Ball zum Ziel mehr stt als wirft. Der Ball beschreibt dank der Schwerkraft eine Kurve nach unten, daher etwas hher zielen. Beim Brett am Korb gilt fr gewhnliche Wrfe: Einfallswinkel = Ausfallswinkel. Wirft man ihn gedreht, bekommt der Ball einen Spin, was krzere oder lngere Ausfallswinkel bedeutet. Ausprobieren.

USA ist eine Spielvariante, die Kinder an der Grazer Waldorfschule erfunden haben und sehr beliebt ist, wenn man keine Lust mehr zum Laufen und Springen hat. Die mitspielen, machen sich eine Reihenfolge aus, in der sie auf den Korb werfen. Ist der Wurf geglckt, muss der oder die nachfolgende von derselben Stelle aus werfen, sonst, wo man den Ball fngt. Gelingt den jeweils nachfolgenden auf einen geglckten Wurf nicht ebenfalls ein Korb, bekommen sie ein U, das nchste mal ein S und dann ein A. Beim vierten Mal scheiden sie aus. Wer zuletzt brig bleibt, hat gewonnen.

Zu Fu
Im Mittelpunkt: der Ball
bers Netz, mit Schlag und gegen die Wand
Fuball...
...und Pille
Pelota