Pick-up-Theater

Zufall und Spannung, Geschick und Geduld - Glck im Kartenspiel

Allgemeines

Sein Glck und Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, wer trumt nicht davon? Beim Kartenspiel kann man das. Wie im wirklichen Leben gibt es Regeln, nach denen das Spiel verluft. Mal spielt man allein, mal miteinander, mal gegeneinander. Nach jedem Spiel werden die Karten gemischt. Das Leben beginnt von vorn.

Verborgen gezinkt

Seit einigen Jahrhunderten spielt man mit Karten aus glattem Karton, die auf der einen Seite ein gleiches Muster haben, auf der anderen Seite unterschiedliche Symbole aufweisen. Um zu verbergen, was man fr Karten hat, hlt man denen, gegen die man spielt, die einheitlich gemusterte Seite entgegen und verbirgt damit, ob man gute oder schlechte Karten hat. Betrgerische Spieler versahen die Karten auf der gemusterten Seite mit fast unsichtbaren Zeichen, um herauszufinden, was die anderen fr Karten haben. Wer derart gezinkte Karten ins Spiel bringt, wird hart bestraft, besonders, wenn es beim Spiel um Geld geht. Oft benutzte Kartenspiele sind so vernudelt, dass man ihnen anhand der Knicke und Risse von hinten ansieht, welche Bedeutung sie haben. Mit ihnen sollte man nicht mehr spielen. Wer Spielkarten knickt oder einreit, macht sich verdchtig.

Zufall oder virtuell?

Vor jedem Spiel werden alle Karten im Spiel gemischt. So entstehen Millionen neuer Kombinationen. Dass man an einem Spieltag dieselbe Kartenzusammenstellung erhlt, ist ein seltener Zufall. Was man als Zufall auf dem Spieltisch sehen und mit Hnden greifen kann, soll auch auf dem Computer-Bildschirm so sein. Dafr gibt es keine Garantie. Wie kann man sicher sein, dass eine verborgene Karte nicht erst in dem Moment ihre Bedeutung erhlt, wenn man sie per Mausklick aufdeckt? Ein Beispiel: Wer viele Patiencen legt, macht die Erfahrung, dass es mit jedem Spiel besser gelingt, sie zu lsen. Beim Windows-Klassiker Solitr, einer Patience am Bildschirm, wird es mit jedem Spiel schwieriger. Ganz klar: das Computer-Kartenspiel ist nicht vom Zufall gesteuert, sondern programmiert!

Mischen possible

Wer gut Karten spielt, kann auch gut mischen. Alles eine Frage der Zeit und bung. Je mehr Karten im Spiel, desto schwieriger wird es. Man stapelt alle Karten so bereinander, dass nur die gleiche Seite zu sehen ist, hlt die eine Hlfte locker in der einen Hand und lsst die andere nach und nach in den lockeren Stapel hineinfallen. Oder man bildet auf dem Tisch zwei gleich hohe Stapel, fhrt sie mit beiden Hnden aufeinander zu und blttert sie gleichzeitig mit dem Daumen so ab, dass sie an einer Ecke bereinander zu liegen kommen und sich zu einem Stapel zusammenschieben lassen. Man ordnet den Stapel, hebt ein Viertel ab und legt es darunter. Alles ein paar mal wiederholen. Zum Schluss lsst man Mitspielende abheben. Werden Karten an Mitspielende ausgegeben, dann so, dass ihre Bedeutung verdeckt bleibt.

Geld oder Ehre?

Je mehr Zufall im Spiel, desto hher der Reiz, um Geld zu spielen. Das hat vielleicht damit zu tun, dass Spiele wie Poker, bei denen man nicht viel nachdenken muss, leicht fad werden. Da sorgt die Mglichkeit, von den Mitspielenden Geld zu bekommen, zweifellos fr Spannung. Der einzige Nachteil ist, dass die anderen das Gleiche vorhaben und zu Deinem Geld kommen wollen. Um Geld spielen hat viele Menschen unglcklich gemacht. Manche kommen nicht davon los. Sie strzen sich in Schulden und ruinieren ihr Leben. Kann man bei berhmten Schriftstellern nachlesen (Dostojewskij, B. Traven, andere, Links zur Spielsucht-Website). Bei vielen Spielen kann man Punkte sammeln. Daraus lassen sich Tabellen erstellen. Und wer nach einem Tag oder einem Jahr die meisten Punkte hat, bekommt eine Auszeichnung, einen wertvollen Stein oder Pokal und einen Kuchen gebacken. Den isst man mit allen, die mitgespielt haben, auf.